Fleesenseeschule Malchow

Lernen, lehren und leben, wo andere Urlaub machen.

Denkmal am Fleesensee!

"Man sollte nie versuchen eine Gesellschaft aufrechtzuerhalten, sondern sie verbessern.  - Wir sollten nicht versuchen unsere Schule aufrechtzuerhalten, sondern wir sollten sie verbessern." (A. Schmidt)

Es liegt an UNS, ob wir diesen großen Teil unserer Lebenszeit, den wir in der Schule verbringen, wie Inhaftierte absitzen und diese grundsteinlegende Phase unseres Lebens mit meckern, nörgeln, kritisieren und Tatenlosigkeit vorüberziehen lassen oder ob wir unsere Schule mit positiver Energie, Ideen, Kreativität und Tatendrang zu unserem Schloss werden lassen, das für uns und alle folgenden Schülergenerationen ein Ort der Selbstverwirklichung und Mitgestaltung wird, an den wir gerne zurückdenken.

Die Denkmal-Seite unserer Schule soll unseren Schülern eine Plattform bieten, um sich an Schule aktiv zu beteiligen. Hier können Schüler eigene Ideen mit einbringen, ihr Können unter Beweis stellen, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten eigenverantwortlich erweitern, Talente aufzeigen, journalistisch, poetisch, literarisch, philosophisch, aber auch künstlerisch tätig werden und in Erinnerung bleiben. Wenn du Interesse hast, auch mal etwas zu posten, dann komm in die Homepage-AG  am Donnerstag  von 13:50-15:10, melde dich bei Herrn Krüger oder schreib eine E-Mail mit deinen Werken, Wünschen, Ideen etc. an t.krueger(at)fleesenseeschule.com.

Du kannst auch jederzeit die Mitglieder unseres Homepageteams ansprechen. Das Team besteht aktuell aus Anita Schmidt, Charlotta Meyer, Nando Reichstein, August Schröder und Oktavian Drag.

Wir freuen uns auf eure Ideen und Beiträge!

"Es ist normal"

Du atmest tief aus und greifst nach der Droge, die dich schon durch so viele Höhe- und Tiefpunkte geführt hat. Die dich geleitet hat und dir wie ein Freund zur Seite stand. Du willst sie ergreifen, mit dem Wissen, dass allein die Geste dir behilflich sein wird. Die dir durch diese Phase helfen wird, welche du mit der Droge nie hättest durchmachen müssen. Doch der sonst so zielstrebige Griff ging ins Leere. Dein Körper erstarrt. Es herrscht Stille. Plötzlich ertönen Schreie, bei denen dir erst später bewusst wird, dass es deine eigenen waren. Hektisch wühlst du deinen Rucksack durch. Du hältst inne, ein hysterisches Lachen dringt aus deiner Kehle. Da liegt es. Dieses rechteckige Ding, welches dein Leben so im Griff hat. Du nimmst dein Handy in die Hand und verdeutlichst all deinen Followern auf sämtlichen Plattformen, wie schrecklich dieser Moment für dich war. Du stellst dein Handy auf laut, schließt deine Augen und wartest. Du wartest auf die Nachrichten, die dir zeigen, wie vollkommen normal diese Reaktion war.

Es ist normal. Es ist normal. Es ist normal...

(Text: Anita Schmidt/Bild: Charlotta Meyer/10-2019)

Mode aus Malchow                                                                               - Interview mit dem Modelabel „Tüngethal“





„Wir wollen den jungen Menschen aus Malchow einfach zeigen, dass hier definitiv was gehen kann.“, berichtet Christian Pfeiffer. Zusammen mit Jannis Tüngethal hat er das Modelabel „Tüngethal“ gegründet. In dem Zwei-Mann-Unternehmen übernimmt Christian Pfeiffer die Rolle als Manager und Jannis Tüngethal fungiert als Creative Director.



Kleine Vorstellungsrunde!

Jannis Tüngethal ist 23 Jahre alt und ist, wie auch Christian Pfeiffer, gebürtiger Malchower.

„Schon als Dreijähriger habe ich gerne Frauen in Schuhen gemalt.“, erzählt er grinsend. Sein Interesse am Schuhdesign sei schon immer da gewesen, doch in der elften Klasse, als die Fragen nach der Zukunft nach dem Abitur sich häuften, wurde ihm klar, dass er Schuhdesign studieren möchte. Jedoch benötigte er für seine favorisierte Universität eine Lehre, weswegen Jannis sich bei der Schumanufaktur Kay Gundlack in Parchim bewarb. Dort absolvierte er eine dreijährige Lehre und wurde am Ende mit seinem Gesellenstück der beste Schuhmacherlehrling Deutschlands. Zurzeit studiert er in Pirmasens Schuhdesign.

 

Christian Pfeiffer, 25, schlüpfte schon früher gerne in die Rolle des Managers in dem bekannten Spiel „Fifa“. „Ich verkaufte und kaufte lieber Spieler als wirklich zu spielen.“ Mit sieben Jahren fing er an Nachrichtensendungen zu schauen und mit 14 las er seine erste Ausgabe des „Handelsblattes“, welche noch heute seine Lieblingszeitung ist. In der elften Klasse bewarb er sich für ein duales Studium bei einer Mittelstandsbank, welches er nach dem Abitur antrat. Er studierte drei Jahre in Leipzig und fing nach einem Zwischenstopp in der Stuttgarter Zentrale seiner Bank im Börsengeschäft für Sparkassen in Leipzig an. In Leipzig wurde Christian Pfeiffer zwei Jahre lang eingearbeitet und kümmert sich seitdem um die Kapitalanlagen von Sparkassen in Ostdeutschland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Nebenbei hat er die Instagram-Seite „fivephotographs“ gegründet, wo viele beeindruckende Bilder aus der Region zu finden sind. „Hauptsächlich soll diese Seite dafür sein, dass, wenn die Leute wegziehen, sie trotzdem noch was von ihrer Heimat haben.“
 

Wie habt ihr euch kennengelernt?

 Jannis T.: "Das war zu meinem 17. Geburtstag. Christian ist einfach mit einem Champagner aufgetaucht und, ja, so haben wir uns kennengelernt."

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Modelabel zu gründen?

 Jannis T.: "Ich wollte schon immer wissen, wie ich eigene Produkte verkaufen, vermarkten und finanzieren kann. Doch mir war klar, dass ich das nicht alleine stemmen kann, also bin ich zu Christian gegangen und habe ihn gefragt, ob er Lust hätte, mit mir etwas Großes zu starten. Und ich denke, dass ihn meine Zeichnungen und meine Lehre bei Kay Gundlack überzeugt haben."

Wie war die Reaktion eurer Eltern und Freunde, als ihr ihnen von eurer Entscheidung erzählt habt?

 Jannis T.: "Meine Eltern hatten kein Problem damit und meine Freunde fanden es supercool."              Christian P.: "Meine Eltern boten und geben mir immer noch viele Ratschläge, Unterstützung und Feedback. Und meine Freunde wussten schon immer, dass ich ein verrückter Vogel bin und sowas starte. Zudem halten sie mir immer den Rücken frei und ich bin ihnen sehr dankbar."

 Wie habt ihr die Kollektionen finanzieren können?

 Christian P.: "Die ersten Kollektionen haben wir von unserem privaten Geld finanziert. Jetzt sind wir soweit, dass wir den Erlös der vorherigen Kollektionen für die Produktion der nächsten Kollektion verwenden können."

 Habt ihr jemals mit dem Gedanken gespielt, das Label „Tüngethal“ aufzulösen?

 Jannis T.: "Nein! Wir haben zwar mindestens einmal im Monat hitzige Diskussionen, doch das Ganze hier hat einfach zu viel Potenzial, als dass man es einfach auflöst."                                                                   Christian P.: "Ich hab im Winter auf Arbeit immer sehr viel zu tun und da schwirren solche Gedanken schon mal im Kopf herum, doch die positive Erfahrung siegt immer."

 Haben die Designs der T-Shirts größere Bedeutungen?

 Jannis T.: "Die erste Kollektion war „Happy End“. Die Zigarettenstummel sollen mein gestörtes Verhältnis zu ihnen symbolisieren. Ich weiß, dass Rauchen schädlich ist, doch ich greife immer mal wieder auf sie zurück. Die Pflanze wächst aus dem Beton aus Zigaretten, was zeigen soll, dass, egal wie schlecht der Satz Karten auch sein mag, man irgendwie damit spielen und versuchen muss zu gewinnen. Und mit etwas Glück kommst du, trotz der schlechten Karten, an dein Ziel, was hier die Rose symbolisieren soll. Bei der Kollektion „Millenium Kids“ wollte ich verdeutlichen, dass wir Millennium-Kinder mit der Gewalt aufwachsen, die sich schon vor unserer Geburt entwickelt hat und in diesem Moment ausbrechen und uns anschließend töten könnte. Die dritte Kollektion „Lotus“ ist entstanden, weil mir schon immer klar war, dass die Zukunft in China liegt und dementsprechend wollte ich etwas in der Richtung herausbringen wie das Panda-T-Shirt, dessen Hälfte des Gewinns an die WWF gespendet wurde, um die Rettung der aussterbenden Spezies zu unterstützen. Die Aufschrift bedeutet „Revolution“ und symbolisiert, dass die Pandas sich gegen den Menschen wehren, weil er sie aussterben lässt."                                                          Christian P.: "Genau, wir wollten den Chinesen einfach zeigen, dass die Deutschen auch an sie denken."

"Die bisher letzte Kollektion ist aufgrund des Klimawandels entstanden."

Hierzu passend ein Zitat von einem Instagram-Post von Tüngethal:                                                       "Und als sich das Klima änderte, da änderten sich die Tiere. Und als bald die Insekten sich über die Hitze freuten und wuchsen, konnten die Säugetiere nicht mithalten. Einst prächtige und kräftige Säugetiere, sie wurden nun zur Vorspeise. Der Mensch ward schon lange fort. Was noch von ihm übrig, im Dunkeln haust, fast wie eine Schabe."

                                                                                                                        (Ein Interview von Anita Schmidt)

Stille Post

Ich möchte meine Worte nicht durch eine schön klingende Ballade  verherrlichen. Ich möchte sie in die Welt hinausschreien, wispere sie aber nur in ein vertrautes Ohr, welches mir zuhört, aber doch nur schweigend verweilt. Ich höre die Stimmen vieler Menschen, die nicht nur in ein Ohr wispern, sondern der Gesellschaft das Gewicht ihrer Worte peitschend um die Ohren schlagen. Sie bitten nicht darum gehört zu werden. Sie werden es einfach. Sie werden nicht immer verstanden, doch immer gehört.

(Text: Anita Schmidt; Bild: Charlotta Meyer)


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